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03.-06.10.2019
Grenzlandtour, Abcampen

Bericht von Agnes

 

Zur Ausrichtung des Abcampens hatten unsere Reisepaten Erhard und Anne eine Grenzlandtour vom 3.- 6.10.2019 geplant.  Bereits am 2.10. spätnachmittags trafen dann 4 Wohnmobile in Hückelhoven am Besucherbergwerk „Schacht 3“, der ehemaligen Zeche Sophia-Jacoba, ein.

Am Donnerstagmorgen wanderten wir auf die Millicher Halde. Über einen Waldweg und eine Treppenanlage „die Himmelstreppe“ mit ihren 400 Stufen ging es auf eine 11 m hohe über dem Haldenplateau schwebende Aussichtsplattform. Hier bot sich uns eine tolle Aussicht über Natur und Umgebung.

Um 14.oo Uhr ging es dann ins Besucherbergwerk Schacht 3, wo „das Team vom Schacht“ uns an einem schön gedeckten Tisch eine Erbsensuppe servierte. Herr Stab, ein früherer Mitarbeiter, zeigte uns dann das Maschinenhaus, die Schachthalle und den 2007 nachgebauten überirdischen 70 m langen Barbarastollen. Das Steinkohlebergwerk Sophia-Jacoba hat von 1907 – 1997 der Region den industriellen Aufschwung gebracht. Nach der Stilllegung haben namhafte Leute einen Förderverein gegründet, der heute über 1000 Mitglieder hat.

Danach gab es bei einem Stadtbummel einen riesigen Eisbecher und da der Abend recht mild war, haben wir noch lange in gemütlicher Runde zwischen unseren Wohnmobilen gesessen.

Freitagmorgen haben uns Dieter und Erhard mit ihren PKW's nach Geilenkirchen-Immendorf zum Museum „historisches Klassenzimmer“ gefahren. Das Klassenzimmer befindet sich in einer noch besuchten Grundschule. 1988 wurde auf eine Initiative hin altes ausgemustertes Schulmaterial wie Tische, Bänke, Schiefertafeln, Zeugnisse, Klassenfotos, ein kleiner Holzofen, ein Pult usw. gesammelt und liebevoll zu einem perfekten Klassenzimmer eingerichtet. Herr Rudolf Müller, der 1. Vorsitzende des Vereins, früherer Rektor der Schule und Schwager von Erhard, gestaltete mit uns eine Schulstunde in der damaligen Form und jeder von uns saß brav in der Bank vor einer Schiefertafel mit Tafellappen, Griffel und Schwämmchen. Er erzählte uns von den damaligen Unterrichtszielen wie Gehorsam, Fleiß, Ordnung und Sauberkeit. Es gab damals Strafen wie Ruten- und Stockschläge, Eckestehen und Nachsitzen, die uns teilweise noch bekannt vorkamen.

Nach der anstrengenden Unterrichtsstunde sind wir ins gegenüberliegende Landcafé Haus Immendorf gezogen und haben uns am Buffet „Bergische Kaffeetafel“ bedient.

Am späten Nachmittag fuhren wir mit den Wohnmobilen nach Waldfeucht. Dort konnten wir uns an die ehemalige Werkstatt von Erhard stellen und einen schönen Raum benutzen, wovon wir natürlich auch Gebrauch machten.

Am Samstag ging es dann per Rad oder PKW zum Westzipfel, dem westlichsten Punkt Deutschlands. Er liegt mitten im Rodebach. Er ist markiert auf einem „Balkon“ über dem Bach und während wir dort in den Niederlanden saßen, baumelten unsere Beine in Deutschland.

Nach unserer Rückkehr hatten Anne und Erhard schon alles für eine Bohnensuppe besorgt und ein Dreibein mit Kessel aufgestellt. Es wurde gemeinsam geschält und geschnippelt und dann wurde die Suppe mit reichlich Fleischeinlage über dem offenen Feuer gekocht. Sie war superlecker und der Topf war später leer.

Zwischenzeitlich hatten unsere Paten noch einen Casting-Wettkampf (trockenangeln) vorbereitet. Jeder musste mit einer Angel, an der sich ein kleines Gewicht befand, 6x in verschieden weite Kreise treffen. Hubert hatte mit unglaublichen zwei Treffern den Ehrenpreis, ein Fischkochbuch, gewonnen.

Sonntag nach dem gemeinsamen Frühstück hieß es dann wieder Abschied nehmen.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei Anne und Erhard für die schöne Tour und die perfekte Organisation. Wir waren eine tolle harmonische Truppe!!

 


13.-26.09.2019
Schlössertour, Frankreich

Bericht von Monika P.

Zu einer Schlössertour an der Loire luden Claudia und Karl ein. Hierzu hatten sie schon im Vorfeld eine ausführliche Route mit Streckenabschnitten, Angaben zu möglichen Stellplätzen und geplanten Aktivitäten mit voraussichtlichen Kosten, ausgearbeitet.

Die Tour bot für einige Clubmitglieder die Möglichkeit etwas früher zu starten, um vorab noch einige Ziele der Bretagne anzufahren. Und so ging es für 3 Wohnmobile schon am 1.9. von Klüsserath an der Mosel zum Mont Saint Michel und St. Malo, über die imposante Küstenstadt Quiberon weiter zu einer Schifffahrt rund um die Inseln im Golf de Morbihan sowie Stadtbesichtigung von Vannes, bis nach St. Nazaire an der Loiremündung. Von hier aus dann, entlang der Loire, zum Treffpunkt Dampierre sur Loire in Saumur; derweil die anderen 3 Albatroseinheiten und 1 Gastmobil über Trier, Verdun, Paucourt zum Stellplatz anreisten.

Neben dem sonnigen Wetter hatten unsere Reisepaten Pastis im Gepäck um auf das Wiedersehen und eine schöne Tour anzustoßen. „A votre sanitär“ hieß es noch oft auf dem sich anschließenden Grillabend.

Die Geschichte, sowie die Gegenwart der Region Saumur ist von Marguerite d‘Anjou bis heute vom Weinanbau und der Loire beeinflusst worden. In der Zeit der Renaissance wurden aus dem hiesigen Tuffstein, der bis heute dazu beiträgt dem Wein seinen einzigartigen Geschmack zu verleihen, die prachtvollsten Schlösser erbaut.

Wir starteten mit den Rädern zum Schloss Saumur, welches uns eine hübsche Französin in englischer Sprache, anhand einiger Schlüsseldaten zur Geschichte erklärte. Erhaben auf einem Felsplateau finden sich nur noch einige Spuren des Festungsschlosses, welches ursprünglich um eine Benediktinerabtei erbaut wurde. Die Herzöge von Anjou, darunter König René, lassen die alte Festung zu einem Palast umbauen. Es wird nach dessen Tod die Residenz der Gouverneure der Stadt und nach Beschluss Napoleons I. zum staatlichen Gefängnis umfunktioniert. Während der Restauration wird es dem Verteidigungsministerium unterstellt und dient als Waffen- und Munitionsdepot. 1906 wird das Schloss von der Stadt gekauft und dient heute als städtisches Museum. Im Anschluss ging es hinunter zu einem Rundgang durch die historische Altstadt, wo auch eine kleine Stärkung nicht fehlte. Am Stellplatz angekommen fühlten wir uns noch fit genug uns dem wohl bekanntesten Zeitvertreib der Franzosen zu widmen, dem Boule-Spiel.

Auf dem Weg zu unserem nächsten Übernachtungsplatz (Montreuil Bellay) lag ein außergewöhnliches Besichtigungsziel für eine Schlössertour. Die Cathédrales troglos des perrières. Es erwartete uns eine Zeitreise durch die geheimnisvolle Geschichte der „Faluns“, ein Gesteinvorkommen das über 10 Millionen Jahre Schicht für Schicht aufgrund der Gezeiten aus dem Muschelsand einer Unterwasserdüne entstand. Zwischen dem 18. Und 20. Jahrhundert wurde dieses Gestein von Bauern und Steinbrucharbeitern mühevoll, und dennoch behutsam und mit Feingefühl, abgebaut, um daraus Blöcke, unter anderem für den Bau von Schlössern, herzustellen. Ein Gang durch die vom Abbau entstandenen Höhlen lässt uns einfach nur staunen. Nach Ankunft in Montreuil Bellay blieb noch genügend Zeit den Ort zu besichtigen oder eine kleine Ruhepause einzulegen. Leider war der Wind zu stark um die Grills anzuheizen. Die Sonne dagegen war genügend stark uns ein schattiges Plätzchen zum klönen und albern suchen zu lassen. Nach einer kostenfreien und ruhigen Nacht gab es wieder einen Sonnentag zum weiter reisen.

Die Schlossanlage in Brézé zeigt sich im Stil der Renaissance und besitzt eine noch gut erhaltene Zugbrücke aus dem Mittelalter. Da die heutigen Besitzer, Familie Colbert, das Schloss als Weingut betreiben und bewohnen, ist nur ein Teil der Höhlenunterkellerung, die als größte unterirdische Festung Europas gilt, für Besucher geöffnet. Von den Trockengräben aus gelangt man zu dem, durch den Abbau des Tuffsteins entstandenen, imposanten Höhlensystem. Es wird seit dem 16. Jhd. für Wirtschaftsräume genutzt. So findet man dort unter anderem eine Bäckerei, Seidenraupenzuchträume, Kelterhaus und Weinkeller. Wie wichtig den Besitzern die Privatsphäre ist zeigte sich an dem Verbot auf dem groß angelegten Schlossparkplatz zu übernachten. So fuhren wir direkt weiter nach Fontevraud-l‘Abbaye und besetzten dort einen kleinen KN-Stellplatz in der Nähe des Centre Ville, welches schnell angeschaut war. Leider klappte es nicht mit einem Sundowner in einem Café. Ob es an uns oder der Bedienung lag hat sich uns nicht erschlossen. Wie gut das wir für solche Momente unseren eigenen Hausstand dabei haben und kurzerhand unsere eigene Location aufbauen können.

Sich von Susi durch die Abtei Fontevraud führen zu lassen war schon ein besonderes Highlight! Sie hat es geschafft 14 Albatrossen fast 2 Stunden lang ihr umfangreiches Wissen in einer Art zu vermitteln, und dabei nicht vergessen Fragen an der richtigen Stelle zu beantworten, ohne dass es irgendwem langweilig wurde. Von Bedeutung ist, dass diese königliche Abtei ein gemischtes Kloster war. Es gilt als das größte klösterliche Gebäude Europas und wurde auf einem 14 Hektar großen Gelände erbaut. Eine Vorrangstellung erhielten Frauen die aus allen Volksschichten kamen und sich, entsprechend ihrer Herkunft, in 3 Klöster aufteilten. Ebenso teilten sich dadurch auch die Aufgabenbereiche. So verwundert es nicht, dass 7 Jahrhunderte lang, dem Willen des Gründers Robert von Arbrissel entsprechend, 36 Äbtissinnen an der Spitze des Ordens aufeinander folgten. All das, auf dem Rundgang durch den Kreuzgang zur Abteikirche mit seinem Chor, Langhaus und Kreuzschiff sowie der baulichen Veränderungen unter Napoleon, Gehörte hier wiederzugeben, würde den Rahmen des Berichtes sprengen. Jedoch ist eine Anmerkung zu den Gebeinen Richard Löwenherz noch von Bedeutung. In königlichen Familien war es üblich zu Lebzeiten darüber zu entscheiden an welchen Grabstätten man beigesetzt wird. So ist in der Abtei Fontevraud wohl der Körper Richard Löwenherz‘ begraben, sein Herz aber in der Kathedrale von Rouen.

Nach der Besichtigung ziehen wir weiter nach Azay-le-Rideau und richten uns dort auf dem Stellplatz ein. Da am bevorstehenden Wochenende Tag des offenen Denkmahls ist und das Wetter ein bisschen schwächeln soll, wird der geplante freie Tag am Montag kurzerhand auf den Sonntag verlegt. Wiedererwarten hielten sich, wegen des freien Eintritts, die Besucherzahlen für das Schloss Rideau in einem überschaubaren Rahmen. Apropos freier Eintritt: Wir wissen jetzt, dass Menschen mit Handicape unter Vorlage des Ausweises kostenfrei sind, und stellenweise die Begleitperson eine Ermäßigung erhält.

Das Schloss wird als eine der schönsten Renaissance-Architekturen des Loire-Tals bezeichnet. Dies ist sicher den verschiedenen Besitzern geschuldet die es wertgeschätzt und perfektioniert haben. Es verbindet die französische Baukunst harmonisch mit italienischen und flämischen Einflüssen. In den Innenräumen haben das Treppenhaus und die Küche ihr ursprüngliches Aussehen bewahrt. Die übrigen Räume sind mit Möbeln, Gemälden und Wandteppichen eingerichtet und  stellen die luxuriöse und wohnliche Atmosphäre des Schlosses im 18. Und 19. Jhd. nach. Ein zur Renaissance sehr beliebtes Thema war die Geschichte von Psyche welche im gleichnamigen Zimmer in 5 Szenen anschaulich dargestellt wird. Auch das Renaissance Zimmer stellt einen vollwertigen Lebensbereich dieser Zeit dar in dem man schläft, speist, arbeitet und empfängt. Ein Symbol der Lebensart des Großbürgertums war der Billardtisch der in keinem Haus fehlen durfte und als Saal eine Einheit mit dem Salon bildete, die der Unterhaltung und Gesellschaft von Freunden vorbehalten war. Der Billardsaal und der aus Eichenholz bestehende original Dachstuhl hatte es den Männern besonders angetan und sorgte noch für einigen Gesprächsstoff. Nach so viel Input flanierten wir im Anschluss durch den Schlossgarten, der über einen sehr alten Baumbestand verfügt. Im kleinen Stadtkern fand sich schnell ein Platz für eine kleine Erfrischung die wir dann am Wohnmobil mit einem Grillabend fortführten.

Trotz der Schlechtwetterprognose schafften wir es Peters Geburtstag am Sonntag zu feiern. Neben den Glückwünschen und kleinen Geschenken gab es am Nachmittag Dampfnudeln mit Vanillesoße und anschließend ein Boule Turnier. Da die Mannschaften fast jeden Punkt einzeln erkämpften und daher langsam schwächelten wurde das Finalmatch verschoben. Dafür gab uns Peter in gemütlicher Runde zum Ausklang seines Geburtstages einen aus.

Als nächste Aktion standen die Schlossgärten Villandry auf dem Programm. Das Schloss selbst ist das letzte der großen Schlösser, die während der Renaissance am Ufer der Loire errichtet wurden. Der traditionelle Garten wurde im 19. Jhd. zerstört, um Platz für einen englischen Park zu schaffen. Als das Schloss 1906 in den Besitz von Joachim Carvallo überging widmete er sich zuerst der Restaurierung des Schlosses und ließ danach seinem Wunsch, die Renaissancegärten wieder herzustellen, Taten folgen. Das Ergebnis dieses Gesamtkunstwerk aus Architektur und Gartenkunst ist einmalig in Europa. In voller Herbstblüte standen die streng angeordneten und auch verspielten Gartenszenen, welche im März und Juni nach sorgsam ausgeklügelten Plänen, die auf eine harmonische Farb- und Formgebung achten, bepflanzt werden. Außer Acht lassen darf man auch nicht, dass die Gärten einer konstanten und anspruchsvollen Pflege bedürfen. So brauchen die 1000 Linden auf dem Anwesen jeden Winter einen Dreimonatsschnitt und alle Buchsbäume, die es zusammen auf eine Gesamtlänge von 52 km bringen, müssen sogar jährlich zwischen April und Oktober beschnitten werden. Nachdem wir dem, vor Besucherhänden geschützten, reifen Obst und Gemüse wiederstehen mussten, verführte der Weg zum Stellplatz nach Saint-George-sur-Cher noch Einige zum Einkauf.

Schnell breiteten wir uns auf dem, sogar mit Strom und Wasser inclusive, KN-Platz aus. Mit Aussicht auf eine weitere Nussecke aus Sybilles Backstube reihten sich die Tische flott aneinander. Als dann noch ein großes Wohnmobil aus unserer Gegend den Platz anfuhr erweiterte sich die Runde um Markus und Tina. Unter dem Schutz der Markise ließ es sich trotz einiger Regentropfen noch weit nach Sonnenuntergang aushalten.

Der Regen verstärkte sich in der Nacht und heftige Regenschauer hielten sich auch morgens noch hartnäckig. Also wurde unsere geplante Radtour zum Schloss kurzerhand in einen Shuttleservice, bestehend aus Rainers 2- , Dieters 4- und Karls 8-Sitzer, umorganisiert. So kamen wir alle trocken am Schloss Chenonceau an.

Mit 800 tausend Besuchern jährlich ist es das, nach Versailles, meistbesuchte Schloss Frankreichs. Obschon es im Stil der Renaissance erbaut wurde hat es doch einen besonderen Charakter. Für den Bau des Schlosses über den Cher musste die ursprüngliche Burg und eine befestigte Mühle, auf deren Pfeilern es aufgebaut ist, zerstört werden. Nur der im Renaissancestil umgebaute Burgfried und die umgebenen Wassergräben blieben aus dem Plan für ein mittelalterliches Schloss erhalten. Da es über Jahrhunderte hinweg ausschließlich von Damen bewohnt und gestaltet wurde erhielt es den Beinamen „Damenschloss“. Im gesamten Schloss trifft man auf die Historie und Sammlungen namhafter Bewohnerinnen wie Katharina von Medici, Louise von Lothringen oder Simonne Menier die, während des 1. Weltkrieg als Oberschwester das in dem Schloss installierte Krankenhaus leitete indem 2000 Verletzte bis 1918 gepflegt wurden. Durch ihren Mut wurde sie auch zu einer aktiven Widerstandskämpferin im 2. Weltkrieg.

Nach unserer Besichtigung stellte sich der Regen ein und die Sonne schaffte es durch den wolkigen Himmel zu blinzeln. Da unser Finalmatch des Boule Turnier noch ausstand und der Platz sowie das Wetter sich hervorragend dafür eignete beschlossen wir noch eine Übernachtung anzuhängen. Was bei dem kostenfreien Rundumservice nicht schwerfiel. Mit viel Spaß und unter den fachkundigen Augen einiger Franzosen, die ab und an einen Likedaumen zeigten, spielten wir die Sieger des Turniers aus. Auf den 3. Platz schaffte es Rainer mit Monika und Helga. Platz 2 belegten Edelgard und Udo. Den Wanderpokal des Platz 1 erkämpfte ich mir mit Dieter. Natürlich waren wir gefühlt am Ende alle Sieger und schenkten uns gegenseitig ein Gläschen besten „Chateau son Migrän“ ein, spülten gleich ein Likörchen hinterher und fühlten uns wie Gott in Frankreich!!

Der Höhepunkt der geschichtlichen Schlösserzeitreise war zweifelsfrei das Schloss Chambord. Es wurde als Stätte des Vergnügens und zum Ruhm des Königs zu Beginn der französischen Renaissance durch König Franz I. errichtet, und ist heute als absolut einzigartiges und geniales Bauwerk des UNESCO-Weltkultuerbes bekannt. Durch seine Architektur, in der zahlreiche Einflüsse von Leonardo da Vinci zu finden sind, hat es in der Welt jenen Stellenwert erhalten, den die Mona Lisa im Bereich der Malkunst einnimmt. Die Französische Republik erwarb das gesamte Anwesen im Jahr 1930. Seither steht es unter Schutzherrschaft des französischen Präsidenten. Das Schloss erkundete jeder in seiner Weise. Eine besondere Faszination für alle war die doppelläufige Treppe. Sie besteht aus zwei identischen Treppenläufen, die sich rund um einen hohlen und durchbrochenen Zentralteil winden. Wenn zwei Personen jeweils einem Treppenlauf nach oben oder unten folgen können sie sich durch die Öffnungen sehen ohne sich jedoch zu begegnen. Grandios war auch der Panoramaausblick den man auf den Terrassen, die sich am Ende der großen Treppe auf der Spitze des Bergfrieds befinden, hat. Von dort hat man ebenfalls einen Ausblick auf die unzähligen Kamine, Dachfenster und Treppentürmchen, die auf den Dächern des Schlosses emporragen und ihm seine einzigartige Silhouette verleihen. Inmitten dieser Anlage steht der spektakuläre Laternenturm, auf dessen Spitze die königliche Lilienblüte „Fleur de Lys“ in den Himmel ragt. Das Anwesen in seinen heutigen Grenzen ist seit dem 17. Jhd. von einer 32 km langen Mauer umgeben und verfügt sogar über einen Wohnmobilstellplatz, den wir für unseren letzten Abend und Nacht nutzten.

Geschützt unter der Markise gab es eine letzte Plauschrunde bei der schon ein wenig Abschiedsstimmung aufkam. Mit einem letzten Gruppenfoto und einer Dankrede von Dieter an die Paten für ihre umsichtige und rücksichtsvolle Art diese Tour geleitet zu haben, sowie an die lieben Albatrosse und Gäste, die allesamt durch ihr Mittun zu einer schönen gemeinsamen Zeit beigetragen haben, endete hier die Tour.

merci – au revoir - bon voyage - à bientôt

 



26.-28.07.2019
Köln

Bericht von Claudia


Eine Tour nach Köln wurde schon so lange angedacht, nun fand sie endlich statt.

Zunächst sollte die Führung „Köln von unten“ das Programm bestimmen, doch diese Tour konnte aus div. Gründen zu diesem Zeitpunkt nicht durchgeführt werden. Doch für unsere Reisepaten Monika und Dieter kein Problem, den 7 Albatros- und 2 Gast-Mobilen ein tolles Alternativprogramm zu organisieren.

Treffpunkt war der Reisemobilhafen in Köln-Riehl, der über eine ausgewiesene Strecke auch ohne Umweltplakette anzusteuern ist. Als Karl und ich am Freitagnachmittag auf den Platz fuhren, war der von unseren Gästen Sibille und Toni selbstgemachte Mandel-Hefezopf schon so gut wie verputzt. Man machte es sich schon mal auf der Wiese hinter den Mobilen mit Blick auf den Rhein gemütlich, bevor es dann gemeinsam mit der S-Bahn rüber auf die andere Rheinseite, die schäl Sick, ging. Auf dem „Triangel“ befindet sich auf 103 m eine Aussichtsplattform mit einem tollen Ausblick auf das gegenüberliegende Wahrzeichen, den Dom. Ebenso beeindruckend, der Blick auf die Lanxessarena, das Siebengebirge und die Eifel. Im Deutzer Brauhaus auf der anderen Straßenseite hatte Monika für uns einen Tisch im Biergarten reserviert, wo es auch bei ein paar Regentropfen unter den Sonnenschirmen, ganz gemütlich war. Neben dem Kölsch konnten wir weitere kölsche Spezialitäten, wie „Himmel un Äd“ oder „ne halve Hahn“ probieren. Nach der Rückfahrt ließen wir den Freitagabend noch hinter den Mobilen ausklingen.

Nach dem Frühstück am Samstag fuhren wir wieder mit der S-Bahn in die City. In der Nähe des Neumarktes befindet sich das Rautenstrauch-Joest-Museum, wo wir an einer sehr fachkundigen Führung zum Thema „Kulturen der Welt“ teilnahmen. Ebenso wurde uns sehr viel zum Thema Afrikareisen der Herren Joest und von Oppenheim erzählt. Es gab noch eine Sonderausstellung zu sehen „geschenkt! Die Gabe der Diplomatie“. Rund 30 Exponate, mit einer rosa Schleife verziert, waren Gastgeschenke, die bei hohen Staatsbesuchen überreicht oder empfangen wurden. Viele Geschenke stammen aus der Zeit der Bundespräsidenten Scheel und Carstens bei ihren Afrikareisen.

Im Anschluss hatten wir Zeit zum Shoppen, Bummeln oder Einkehren, bis dass wir uns am Dom wieder trafen. Denn es gab noch eine Stadtführung op Kölsch. Unser Guide Günther (vorne mit „J“ und hinten mit „A“, also Jünta!) hatte uns echt tolle Anekdötschen zu Köln erzählt. Inzwischen hatte es leider auch angefangen zu regnen. Aber Jünta kennt halt nicht nur kölsche Geschichten, sondern auch überdachte Durchgänge, wo wir weitestgehend trocken stehen konnten. Vorbei ging es am Heinzelmännchenbrunnen, an den Skulpturen Tünnes und Schäl, dem Tierbrunnen (eins der kleinsten Denkmäler Kölns) bis zum Fischmarkt.

Für den Sonntag hatte Monika noch ein weiteres Highlight für uns parat. Mit der Seilbahn ging es wieder rüber auf die andere Rheinseite. Von dort ging es zu Fuß zum Tanzbrunnen – zum Fischmarkt, wo sich schon mal über 20.000 Menschen tummeln und lecker genießen.

Wieder am Stellplatz angekommen, hieß es auch schon wieder Abschied nehmen. Schon wieder ist eine schöne Tour beendet. Ganz lieben Dank an die Reisepaten Monika und Dieter.

 



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RMC-Albatros e. V.| info@rmc-albatros.de - Stand 20.10.2019